Ich bin Frank, der Paps von Ana.

Im Sommer 2017 erfuhr ich von meiner Tochter Anja, dass sie durch einen ärztlichen Behandlungsfehler erhöhten Blutdruck bekam und dadurch beide Nieren verloren hatte. 3x pro Woche stand nun für mindestens 6h Dialyse an – eine unangenehme und sehr belastende Sache…

Ein in ihrem Leben einschneidendes Moment – verlor sie dadurch doch fast alles, was ein gesundes, glückliches Leben einer jungen Frau ausmacht: Ihre Gesundheit, den Job, die Freiheit das zu tun, worauf man (auch spontan!) Lust hat…

Keine spontanen Reisen / Unternehmungen mehr möglich, muss man doch lange genug vorher sich um einen Dialyseplatz kümmern und in etlichen Ländern auch innerhalb der EU wird diese dann auch nicht oder nur teilweise bezahlt! Immer im Hinterkopf, wieviel man schon getrunken hat und wieviel man noch trinken darf (gerade im Sommer furchtbar, stell ich mir so vor…)! Die Dialysetage sind anstrengend und fast völlig „verloren“, kommt sie doch immer danach müde und schwach zurück nach Hause… Und dann noch einen Sohn, der gerade beginnt flügge zu werden, viele sportliche Hobbys ausübt und auch Aufmerksamkeit und Kontrolle benötigt…

Ich kam nach ganz kurzer Überlegung zu dem Entschluss mich typisieren zu lassen und wenn möglich ihr eine meiner Nieren zu spenden. Gesagt, getan! Ich sprach lange mit meiner Hausärztin über meinen Plan und sie schlug vor, mich zunächst „auf Herz und Nieren“ zu untersuchen. Nix Schlimmes, EKG in Langzeit (24h), Ruhe und Belastung, großes Blutbild, Ultraschall der Gefäße und meiner Organe und die Vorstellung beim Augenarzt und Urologen. Übrigens waren diese Untersuchungen nicht umsonst – ich nahm die Ergebnisse später mit ins Nierenzentrum nach Heidelberg und diese wurden dort auch anerkannt und ich brauchte diese Untersuchungen dort nicht nochmals wiederholen! Es war alles bestens!  Meine Tochter stellte inzwischen den Kontakt zum Transplantationszentrum in Heidelberg her und ich bekam relativ schnell einen ersten Termin…