Die ersten drei Wochen nach einer Transplantation sind so einschneidend wie man es nur mit einer Geburt vergleichen kann. Zur Freude gesellen sich ein Auf und Ab der Gefühle. Ängste, hormonelle Veränderungen und Schmerzen wechseln sich ab mit Euphorie, Dankbarkeit und Hoffnung. 

Die Nierenklinik fühlte sich im Vergleich zur Überwachungsstation wie die reinste Erholungsoase an: Wir waren nur noch zu zweit im Zimmer, es gab nur noch einen Monitor für jeden und keinerlei andere Geräte, es gab viel Platz, einen eigenen Schrank für jeden, einen Tisch! Stühle! Fenster, die man öffnen und schließen konnte! Eine Tür, die wir zumachen konnten!

Ich fühlte mich wie im Himmel und konnte nun endlich realisieren, was die letzten Tage passiert war – dass alles gut geklappt hatte und ich nun tatsächlich eine funktionierende Niere in mir trug, die auch schon ihre Arbeit aufnahm! Ein riesiges Geschenk! Meinem Vater ging es zum Glück auch gut und er wurde auch schon entlassen, als ich in die Nierenklinik verlegt wurde.