Montag – am Donnerstag soll die Transplantation durchgeführt werden. Meine persönlichen Sachen sind gepackt. Ich fahre noch heute zu meiner Tochter, wo ich in einem Hotel ein Zimmer reserviert habe.

Ana und ich hatten uns überlegt, die Transplantation und alles was damit verbunden ist zu dokumentieren um betroffenen Menschen die Entscheidung dazu zu erleichtern. Aus diesem Grund werden wir auch von einem Kamerateam des Fernsehens begleitet.

Morgen treffen wir uns dann in einem wunderschönen Park am Neckar in Heilbronn mit Andreas, dem Reporter und seinem Team…

Dienstag – es ging uns nicht darum ins Fernsehen zu kommen um bekannt zu werden. Nein – allein die Tatsache, dass man in Deutschland nur eine sehr geringe Spendenbereitschaft und eine sehr lange Wartezeit in Kauf nehmen muss um ein Spenderorgan zu erhalten, war uns Antrieb genug, um andere aufzurütteln und ihnen zu zeigen, wie eine Spende abläuft und dass man davor eigentlich auch keine Angst haben sollte. 

Die Dreharbeiten dauerten mehrere Stunden, wobei wir auch bemerkt haben, dass Andreas und sein Team (Klaus an der Kamera und Tobias als Tonmeister) doch emotional immer mehr in die Sache hineingezogen wurden. So haben wir auch in den Pausen über Beweggründe und Hintergründe der Transplantation gesprochen.

Allerdings ging es auch an meine Substanz – durch viele Fragen die Ana und mich privat betrafen, kamen doch auch bei mir sehr viele Emotionen herauf, die allerdings vom Team hervorragend überspielt und später auch nicht im Zusammenschnitt gezeigt wurden. Aber alles in Allem war es eine sehr schöne und angenehme Zusammenarbeit und Wünsche von Ana und mir bezüglich unserer Privatsphäre wurden auch ohne Diskussion respektiert.