März: Nach 4 Wochen, pünktlich zu Ostern, kam die ersehnte Nachricht! Ich bin bestmöglich „kompatibel“ zu meiner Tochter – sie wird die Niere sehr gut vertragen können und auf unangenehme und anstrengende Blutwäschen zum Herausfiltern der möglichen Antikörper weitgehend verzichten können! Mit dieser frohen Nachricht kam dann auch gleich der mögliche Terminvorschlag von der Klinik um weitere notwendige Untersuchungen durchführen zu können.

April: Wir fuhren wieder zusammen nach Heidelberg ins Transplantationszentrum. Diesmal musste ich nüchtern erscheinen und es begann ein Untersuchungsmarathon durch die verschiedenen Kliniken… Röntgen, großes spezielles Blutbild, Blutgerinnungsfaktor, Ultraschall beider Nieren, Leber, Galle… Anschließend noch ein spezieller Test in der Röhre, wo man eine radioaktive Flüssigkeit gespritzt bekommt und dann in der Röhre die Arbeit beider Nieren begutachtet wird. Normaler wiese dauert es bis zu 30 Minuten, bis die Flüssigkeit von den Nieren herausgefiltert und an die Blase abgegeben wird. Bei mir waren es nur knapp 20 Minuten und beide Nieren arbeiteten gleich gut! Wow…

Also wurde entschieden, dass man mir die um 9mm kleinere linke Niere (beim Ultraschall bestimmt) entnehmen wird um sie meiner Tochter einzusetzen.

Ich war glücklich! Zum einen weil ich meiner Tochter ein völlig gesundes Organ spenden kann und natürlich auch, weil mir die Ergebnisse aller Untersuchungen zeigten, dass ich kerngesund und viel fitter bin, als man es oftmals mit rund 60 Jahren ist. Schön und beruhigend zu wissen!