Jetzt geht es in den Endspurt. Ich treffe letzte Vorbereitungen für die OP. Allzu viel Zeit bleibt mir allerdings nicht, denn die meisten Tage bis zur OP werde ich nochmal in der Dialyse verbringen. Heute, morgen, am Montag und dann am Mittwoch, einen Tag direkt vor der OP. 

Ich hatte heute auch meinen letzten Arbeitstag und nun bleibt mir noch eine Woche Zeit mit meinen Lieben, aber auch für die letzten Vorbereitungen. Meine Botengänge habe ich soweit erledigt, die Tasche gedanklich gepackt, letzte logistische Dinge geklärt, zum Beispiel wo mein Sohn sein wird oder wer die Post aus dem Briefkasten nimmt während ich nicht da bin. 

Andere Sachen (zum Beispiel die Steuererklärung), werde ich wahrscheinlich nicht mehr schaffen. Ich möchte mich auch nicht zu sehr stressen, denn ich soll ja möglichst fit in die OP gehen.

An Sport ist leider im Moment überhaupt nicht zu denken, da ausgerechnet dieser Sommer einer der heißesten, längsten und und trockensten ist. Das ist für mich  natürlich sehr anstrengend. Zum Einen für den Kreislauf, aber auch in Bezug auf die Einhaltung der Trinkmenge, da ich ja nur etwa 800 ml täglich trinken sollte. 

Immer wieder Durst

Ich habe so einen starken Durst und komme regelmäßig mit zuviel Wasser in die Dialyse, was wiederum die Dialyse anstrengender macht – ein Teufelskreis! Die einzige Möglichkeit für mich, da diszipliniert zu bleiben, wäre mich zu Hause zu verkriechen und gar nichts zu machen. Dann halten sich Hunger und Durst in Grenzen. Das kommt für mich aber nicht in Frage, da ich in nächster Zeit wahrscheinlich noch genug liegen werde.

Die Vorstellung bald viel trinken zu können – sogar zu müssen – freut mich natürlich ungemein! Ich hoffe nur, dass die Sonne eine kleine Pause einlegen wird in einer Woche, denn in meiner Klinik wird es keine Klimaanlage geben!