4 Wochen nach der OP trat ich zusammen mit meiner Tochter eine 3-wöchige Reha in der Staufenburgklinik in Durbach an.
Die Zimmer waren hell, freundlich und sauber – jeweils mit eigenem Bad und Toilette ausgestattet.

Ich kam direkt vom Nierenzentrum Heidelberg mit einer Diagnose dort an, die letztendlich dazu führte, dass ich die erste Woche mit strenger Bettruhe (Mahlzeiten ans Bett, davon 3 Tage nur Zwieback mit Tee!), Eispackungen zum kühlen des Entzündungsherdes und einem Hodenbänkchen im Bett verbringen musste. Nicht gerade im Sinne einer Reha…

Da der Befund auch von den dortigen Ärzten bestätigt wurde (erneuter Ultraschall, Blut-, Urin- und Tastbefund), blieb mir also nichts anderes übrig, als lesend und fernsehschauend im Bett zu liegen und mich auf die Besuche meiner Tochter zu freuen, die mehrmals täglich und auch abends immer nach mir schaute. Sie selbst wurde voll in das Rehaprogramm eingebunden (Vorlesungen, Gymnastik, Sport…), so dass an manchen Tagen wirklich nur Besuche früh, mittags und zum Abend möglich waren – so vollgestopft mit Maßnahmen war ihr Tagesablauf.

Nach einer Woche durfte ich dann mein Zimmer verlassen um an einigen Programmen teil zu nehmen. Allerdings wurde jegliche sportliche Aktivität untersagt, weil ich bereits nach der ersten Krankengymnastik wieder stärkere Schmerzen bekam. Kurze Spaziergänge im Klinikgelände waren erlaubt, aber selbst Treppensteigen verboten! So waren meine einzigen „Unternehmungen“ Autogenes Training (im Sitzen), Entspannung nach Jakobsen (im Liegen) und einem Vortrag über Nierentransplantation und Nierenkrankheiten zu besuchen.

Hodenbänkchen
Der schöne Skulpturenpark der Klinik

Leider wurden die Entzündungen zwar besser aber gingen nicht weg, so dass ich nach 3 Wochen ohne wirklichen Erfolg oder gesünder die Klinik verlassen habe. Es wurde auch über eine Verlängerung der Reha gesprochen, aber ich war der Meinung, eine weitere Woche würde meiner Genesung nicht weiterhelfen – solange ich die Entzündungen im Unterleib habe, werde ich dort auch nicht gesünder.
Also wieder zurück nach Hause – meine Tochter bekam allerdings noch eine einwöchige Verlängerung…