Urlaub von der Lebendspende

Nach Rücksprachen mit den Ärzten in der Klinik und meiner Hausärztin, entschloss ich mich zu 2 Wochen Erholungsurlaub in Bayern. Spaziergänge am Staffelsee, frische Luft und gutes Essen brachten dann den erhofften Erfolg! Ich konnte nach fünfeinhalb Wochen das Antibiotikum absetzten und wenige Tage später auch die Schmerzmittel.

Endlich ging es mir besser!

Auch der Kreatininwert meiner (verbliebenen rechten) Niere wurde nun langsam besser. Nach der OP noch bei über 1,5 lag er nun bei unter 1,4. Als gesunder Wert gilt für Männer ein Wert von unter 1,3. Direkt nach einer Spende ist es allerdings normal, dass der Wert darüber liegt. Der Körper muss sich schließlich erst daran gewöhnen, dass ein Organ die Arbeit für zwei übernimmt.

Kondition lass nach!

Allerdings merkte ich auch, dass die Operation, die Medikamente und das viele Liegen meinem Körper doch mehr zugesetzt hatten als erwartet – meine körperliche Kondition war erschreckend! Nach einem Spaziergang von 2 bis 3 Stunden war ich geschafft und müde – vor der OP hätte ich darüber gelacht. Meine Hausärztin reagierte entsprechend, schrieb mich für weitere 3 Wochen krank und machte mir Mut, weiter jeden Tag zu „trainieren“ um zu Kräften zu kommen.
Mit dieser weiteren Krankschreibung wurden nun doch aus gedachten 3 bis 4 Wochen Arbeitsunfähigkeit ein ganzes Vierteljahr. Nicht so geplant, aber durch die hartnäckige Entzündung in meinem Bauch und mittlerweile wohl auch  mein Alter war diese Genesungszeit doch notwendig und unvermeidbar.

Routinekontrolle

Drei Monate nach OP gab es dann noch eine (vorgeschriebene) Routineuntersuchung im Nierenzentrum Heidelberg, bei der zum Glück alles in Ordnung war.